Archivgespräch

Das "Archivgespräch" ist eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen des Literaturmuseums. Heute behandelte das Thema "Engagement, Exil und Vertreibung" die politische Literatur und aktuell politisch verfolgte Autoren. Es war eine informative und kritische Veranstaltung über die heutige österreichische Literatur, die keine klare politische Haltung erkennen ließ. Ich habe keine Ahnung von der österreichischen Gegenwartsliteratur. Ein Gesprächsgast hat jedoch diese Position unfreiwillig wunderbar dargestellt: Ein ehemaliger syrischer Flüchtling, der mittlerweile ein sehr erfolgreicher Kabarettist und Autor geworden ist, verwendet ständig blumige Sätze wie "Schreiben selbst ist politisch" oder "Beim Schreiben finde ich meine Heimat wieder" usw. Solche schwammigen substanzlosen Aussagen bringen mich echt auf die Palme. Daher...
habe ich mich bei der anschließenden Vernissage zur Ausstellungseröffnung über verfolgte Autoren besaufen lassen.